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13. Wirtschaftspolitischer Frühschoppen

 


Thema: "Die Stadtverwaltung als Dienstleister zur Förderung und Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung der Region" mit Sangerhausens Bürgermeister Fritz-Dieter Kupfernagel

Fritz-Dieter Kupfernagel
Fritz-Dieter Kupfernagel

Zum nunmehr 13. Wirtschaftspolitischen Frühschoppen luden die Landtagsabgeordneten der PDS im Nordharz, Barbara Knöfler, Ulrich Kasten und Dr. Detlef Eckert, am vergangenen Sonntag ein. Zu Gast im Bildungs- und Gesundheitszentrum waren Vertreter aus den Verwaltungen, Unternehmer der Region sowie Kandidaten für die bevorstehenden Kommunalwahlen und weiter Interessierte, die interessiert den Erfahrungen "ihres" PDS-Bürgermeisters Fritz Dieter Kupfernagel aus Sangerhausen lauschten.

Kupfernagel, seit 1996 im Amt, hat in seiner wirtschaftlich sehr angeschlagenen Heimat vieles zum Positiven bewegt. Er hat erkannt, dass Politik zwar direkt keine Arbeitsplätze schaffen kann, wohl aber über neue Formen von Ansiedlungsbedingungen. „Die Leute ziehen da hin, wo Arbeit ist. Also,“ so die logische Folgerung des PDS-Mannes, müsse man durch das Nutzen von Lücken, Kompromissen in Verträgen, durch Investorenakquise und vor allem auch durch Firmenbestandspflege Bewegung dahingehend reinbringen, dass Standorte attraktiv genug sind für Einwohner und Firmen, sich für und nicht gegen sie zu entscheiden.

Wichtiges Kriterium, und von Investoren immer wieder lobend erwähnt, ist die Tatsache, dass es Kupfernagel schafft, schon bei Erstgesprächen potentielle Interessenten an einen Tisch zu bringen mit den zuständigen Ämtern, Ministerialvertretern und Banken. Datum und Uhrzeit spielen dann laut Kupfernagel „nur eine Nebenrolle“.

Auf die Frage, ob in seiner Prioritätenliste nicht die soziale Frage an erster Stelle stünde, muss Kupfernagel verneinen. „Soziale Strukturen können nur dann erhalten werden, wenn eine finanzielle Absicherung möglich ist. Stadtentwicklung heißt darum in erster Linie wirtschaftliche Entwicklung – ohne das andere aus den Augen zu verlieren!“

So stehen günstige Wohnungsbauprojekte für Jugendliche auf der Tagesordnung, sich eine in Gründung befindliche Dienstleistungsgesellschaft, die ständige Aufwertung der Fremdenverkehrs GmbH etc.

Das Konzept scheint in der Rosenstadt aufzugehen, Zahlen geben Kupfernagel Recht. Bei seinem Amtsantritt nahm die Stadt 3 Millionen DM Gewerbesteuer ein, inzwischen sind es 3 Millionen Euro im Jahr.

Diejenigen, die sich den Sonntagmorgen frei gehalten hatten für Kupfernagel, sind mit vielen Ideen und Eindrücken gegangen. Das schöne ist, dass „abkupfern“ bei Kupfernagel nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht ist.