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v.l. Mathias Schweitzer (ver.di und Mitglied beim Netzwerk Grundeinkommen), Monika Hohmann (MdL), Maik Berger (gemeinsamer Landratskandidat – SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE), Ruth Fiedler (stellv. Vors. KV), Petra Uhlmann (Landesvorsitzende Netzwerk Grundeinkommen) Evelyn Edler (Vors. KV) und Michael Körtge (stellv. Vors. KV)

32. Wirtschaftspolitische Frühschoppen Spannende Diskussionen beim diesjährigen Wirtschaftspolitischen Frühschoppen

Der 32. Wirtschaftspolitische Frühschoppen des Harzer Kreisverbands der LINKEN stieß mit dem diesjährigen Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen aus emanzipatorischer Sicht, die Debatte von links!“ auf reges Interesse bei den Gästen. Zahlreiche Mitglieder und weitere Interessierte nutzten die Möglichkeit, sich am 1. März im Gasthaus „Zur alten Schule“ in Blankenburg einen ersten Überblick über die Thematik zu verschaffen.

Mit Petra Uhlmann und Mathias Schweitzer konnten die Harzer LINKEN zwei überzeugte und erfahrene Verfechter*innen des Grundeinkommens als Gastredner*innen gewinnen. In einem ersten Kurzvortrag gab Petra Uhlmann, die unter anderem Landesvorsitzende der Ein-Themen-Partei „Bündnis Grundeinkommen“ ist, einen Überblick über die Chancen und Möglichkeiten des BGE. Sie erklärte, dass das Grundeinkommen weit mehr bietet, als ein gesichertes, armutsfreies Leben für jedermann. Das Grundeinkommen ermöglicht darüber hinaus einen umfassenden Wandel der bisherigen Arbeits- und Leistungsgesellschaft; so wären Menschen nicht mehr auf Gedeih und Verderb der Lohnarbeit ausgeliefert und Arbeitgeber*innen müssten automatisch bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Jeder Einzelne könnte, wenn überhaupt, weniger arbeiten. Dies führte nicht nur zu mehr freiwerdenden Arbeitsplätzen, sondern auch zu mehr Zeit an gesellschaftlicher Teilhabe. Es bliebe mehr Zeit für Familie, Ehrenamt, Selbstverwirklichung, etc. Auch unbezahlte und ungewürdigte Sorgearbeit, die hauptsächlich von Frauen geleistet wird, fiele nicht mehr unter den Tisch.

Mathias Schweitzer, eingefleischter Gewerkschafter bei ver.di, betonte in seinem Vortrag einen weiteren, ganz konkreten Aspekt. Er wies auf die zunehmenden Veränderungen in der modernen Arbeitswelt hin, wo Automatisierung und Digitalisierung zu immer größerem Arbeitsplatzabbau führen. Dieser Prozess erfordert baldiges Umdenken und Handeln. Das BGE böte hierfür eine gute Lösung.

Den beiden Vorträgen folgte eine angeregte Debatte zwischen den Gästen und den Referent*innen. Zustimmung, aber auch Zweifel wurden lebhaft diskutiert. Viel zu schnell verging die Zeit und man kam überein, in einer weiteren Veranstaltung das Thema zu vertiefen. Dort soll dann das konkrete Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens der LINKEN vorgestellt werden.