Fragen und Antworten
zur Mitgliedschaft
Hier möchten wir die häufigsten Fragen zum Thema Mitgliedschaft und Mitgliedsbeitrag beantworten.
Mitglied der LINKEN kann grundsätzlich jeder werden, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, sich zu den programmatischen Grundsätzen der Partei bekennt, die Bundessatzung anerkennt und keiner anderen Partei im Sinne des Parteiengesetzes angehört.
Die Mitgliedschaft wird schriftlich durch Eintritt in die Partei erworben und wird sechs Wochen nach dem Eintritt wirksam, sofern du der Beitragspflicht nachgekommen bist und kein Einspruch gegen die Mitgliedschaft erhoben wurde.
Das hängt vollständig davon ab, wie viel Lust du hast und worauf! 😉
Die Partei zu unterstützen kann ganz unterschiedlich aussehen und alles hilft! Überleg doch gerne, was du bereits für Fähigkeiten mitbringst oder was dich interessiert.
Als Bandbreite zwischen einmaliger Kuchenspende für ein Straßenfest bis zur Direktmandats-Kandidatur für den Bundestag ist für jede Person, die sich einbringen möchte, was Passendes dabei! Unser Mitgliederbeauftragter kann dich bei diesen Überlegungen auch gerne in einem persönlichen Gespräch unterstützen (egal, ob du momentan Partei-Sympathisant*in, neu eingetreten oder schon längst dabei, aber bisher weniger aktiv bist, als du es gerne wärst).
Hier haben wir ein paar klassische Beispiele aufgelistet, wie sich unsere Mitglieder einbringen:
- Wenn du dich sowieso auf Sozialen Medien herumtreibst, kannst du jederzeit deinen Support zeigen, indem du uns folgst, hin und wieder ein Like da lässt oder Inhalte teilst. Dich dazu zu bekennen, dass du die Linke darin unterstützt, für eine bessere Welt für alle zu kämpfen, hat eine Wirkung auf dein Umfeld – und außerdem ist es auch einfach eine super Möglichkeit, mitzubekommen, was aktuell so bei uns abgeht.
- In Wahlkampfphasen brauchen wir immer besonders viele Hände an Deck! Einzelne Mitglieder übernehmen die sogenannte „Wahlkampfleitung“ und koordinieren die anstehenden Aufgaben und Termine – aber bei der Ausführung sind wir alle gefragt.
- Flyer zu verteilen ist ein total einfacher Einstieg, um zu helfen, selbst falls du Neumitglied und dir noch etwas unsicher über Vorkenntnisse bist! Das geht auch sehr flexibel – ob auf dem Weg zur Arbeit an einem viel besuchten Platz, als Studi in deiner Mittagspause, an einem Vormittag auf einem Straßenfest oder, wenn du dich hierfür mit ein paar Genoss*innen verabredest, auch am Wochenende als „Nachtwahlkampf“.
- An einzelnen Terminen müssen Plakate auf- und ein paar Wochen später wieder abgehangen werden. Wenn du dazu fit genug bist, ist Unterstützung hierbei super, damit wir uns möglichst großflächig gute Plakat-Plätze sichern können. Auch Trittleitern, ein Auto oder Personen mit Führerschein sind immer gerne gesehen.
- Im Wahlkampf organisieren wir meistens ein paar Veranstaltungen. Wenn du hier Vorschläge hast, dir vorstellen kannst die Planung für ein Event zu übernehmen, dich zu einem Thema besonders auskennst oder einfach auftauchen und Stühle mit aufstellen kannst, ist alles davon hilfreich.
- Haustürgespräche sind das A und O vieler gelungener linker Kampagnen der letzten Jahre. Je mehr von uns hier losziehen, an desto mehr Türen macht es „klingel-links“! Breitflächig mit unseren Mitmenschen ins Gespräch zu kommen gibt uns die Möglichkeit, Leute auf anstehende Wahlen aufmerksam zu machen, von ihnen zu erfahren, was sie wirklich beschäftigt und wir die Linke sich für die einsetzt.
- Du hast eine Idee für eine Kampagne oder Werbematerial, einen Spruch für Sticker, einen Social Media Beitrag, den du im Wahlkampf gerne sehen würdest? Sprech die jeweilige Wahlkampfleitung oder unsere AG für Öffentlichkeitsarbeit gerne darauf an, let’s make it happen!
- Das persönliche Gespräch ist generell der beste Weg, um an unsere Mitmenschen zu vermitteln, wofür die Linke einsteht. Auch außerhalb des Wahlkampfs sind wir im Bezirk präsent! Jeder Infostand, jedes Flyerverteilen für Veranstaltungen oder Beratungsangebote, jede Unterschriftensammlung und jedes Haustürgespräch hat eine Wirkung. Wenn du dir vorstellen kannst, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, leistest du einen wichtigen Beitrag, der sich verstärkt je mehr von uns mitziehen! Davor gibt es gerne Tipps und Tricks von uns, aber du musst kein*e Spezialist*in sein, in die Gespräche kommt man viel einfacher rein, als man denkt!
- Wir haben mehrere aktive Gruppen bzw. Strukturen im Kreis, sogenannte AGs (Arbeitsgruppen), OVs(Ortsverbände) oder BOs (Basis-Organisationen). In unserem Kreisverband Harz werden diese Begriffe weitestgehend gleichbedeutend verwendet.
Die kreislichen innerparteilichen Zusammenschlüsse können sowohl politisch-inhaltlich, geografisch bezogen oder Aufgaben-bezogen sein – oder wie z.B. die AG Linksaktiv darüber vereint sein, unsere Politik in Form von Demos, Haustürgesprächen oder Infoständen in die Orte & Straßen des Harzes zu bringen. Beispiele bei uns wären die OV QuBa (Quedlinburg/Ballenstedt), die AG Antifa/Antira oder die AG Öffentlichkeitsarbeit.
Die Sprecher*innen der Gruppen kannst du als Ansprechpersonen kontaktieren, um in diese Gruppen reinzuschnuppern und dich zu beteiligen. Wenn du und weitere Genoss*innen eine Lücke wahrnehmt, könnt ihr auch eine neue Kleingruppe gründen, Sprecher*innen wählen und euch gemeinsam engagieren (genaueres dazu findest du in unsere Satzung, verlinkt unten bei den Formalien). Auf jeden Fall findest du bei uns generell viele motivierte Genoss*innen, direkt mit dir im Kiez!
- Auch soziale Angebote können Teil deines Parteiengagements sein! Hier sind wir noch im Aufbau und würden uns auf deine Unterstüzung und Ideen freuen. Was könnte es sein, etwa eine Küche für Alle (KüFa) oder ein Sozialfrühstück, alles ist möglich, wir müssen es nur anpacken!
- Wenn du dich bereit dazu fühlst, mehr Verantwortung zu übernehmen, gibt es mehrere Positionen, in die du dich hineinwählen lassen kannst. Intern unter anderem in den Vorstand unseres Kreisverbandes oder als (Ersatz-)Delegierte*r für Ausschüsse und Parteitage, aber auch in generellen Wahlen als Direktkandidat*in für die Kommunalparlameten im Kreis, den Landtag und den Bundestag.
Am Ende wählt und entscheidet natürlich die Mitgliedschaft bzw. die Wählerschaft im Harz über diese Positionen, aber wir ermutigen insbesondere Frauen, trans*idente Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, People of Colour, Arbeiter*innen ohne akademischen Abschluss und Menschen mit Schwerbehinderung, sich zu für Kandidaturen zu bewerben, um die Pluralität unserer Mitgliedschaft und unseres Kreises entsprechend zu repräsentieren.
- Du hast selbst keine Zeit, um aktiv zu werden? Du kannst unsere Arbeit auch mit einer Spende unterstützen. Deine Spende ist wichtig und jeder Euro hilft, denn die Linke nimmt als einzige Partei im Bundestag keine Spenden von Konzernen und Lobbyisten an.
- Bereits indem du Mitglied bist, unterstützt du uns und leistest du einen Beitrag dazu, die Linke zu stärken, damit wir uns für eine gerechte und nachhaltigere Gesellschaft, Politik und Zukunft einsetzen können!
Als Mitglied hast du das Recht
► an der Meinungs- und Willensbildung der Partei mitzuwirken, dich über alle Parteiangelegenheiten zu informieren und zu diesen ungehindert Stellung zu nehmen,
► an Veranstaltungen, Wahlen, Abstimmungen und der Gremienarbeit der Partei teilzunehmen,
► an den Beratungen von Mitgliederversammlungen, Delegiertenkonferenzen und Vorständen aller Ebenen als Gast teilzunehmen und das Rederecht zu beantragen,
► Anträge an alle Organe der Partei zu stellen,
► dich mit anderen Mitgliedern zum Zwecke gemeinsamer Einflussnahme in der Partei zu vereinigen,
► an der Aufstellung von Wahlbewerberinnen und Wahlbewerbern für die Parlamente, kommunalen Vertretungskörperschaften und sonstigen Wahlämter mitzuwirken und dich selbst zu bewerben.
Kurz und gut: Als Mitglied der Partei bist du gleichberechtigter Teil der Partei und kannst dich politisch einbringen und aktiv werden. Die zahlreichen Genossinnen und Genossen stehen dir dabei nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch mit Unterstützung und Ideen zur Seite.
Ja, auch die gibt es. Wenn du Mitglied der Partei DIE LINKE bist, solltest du natürlich
► die Grundsätze des Programms der Partei vertreten, die Satzung einhalten und andere Mitglieder und deren Rechte achten,
► die satzungsgemäß gefassten Beschlüsse der Parteiorgane respektieren,
► regelmäßig den satzungsgemäßen Mitgliedsbeitrag bezahlen,
► bei Wahlen für Parlamente, kommunale Vertretungskörperschaften und sonstige Wahlämter nicht konkurrierend zur Partei antreten.
Oder um es kurz zu machen: Sei solidarisch, ein Mitglied, das die demokratische Willensbildung und Mehrheitsentscheidungen respektiert und anderen Mitgliedern die gleichen Rechte zugesteht, wie dir selbst.
Zunächst einmal werden sich die Verantwortlichen der verschiedenen Ebenen bei dir melden: Also für Mitgliederbetreuung Zuständigen auf Kreisebene bspw. Du bekommst Post von der Bundes- und Landespartei, in der dir die verschiedenen Möglichkeiten, dich einzubringen, noch mal erläutert werden. Außerdem bekommst du Einladungen zu Treffen der Partei bei dir in der Nähe. Die Genossinnen und Genossen stehen dir gerne zur Verfügung, um dich auf deinem Weg in die Strukturen der Partei zu begleiten. Und dann stehen dir alle Möglichkeiten offen, dich in die politische Arbeit einzubringen. Wir freuen uns darauf!
Klar doch! Sympathisantinnen und Sympathisanten genießen bei uns traditionell weitgehende Rechte in der Parteiarbeit. So kannst du an so ziemlich allen Veranstaltungen der Partei teilnehmen, erst mal unabhängig in unseren Arbeitsgemeinschaften mitarbeiten und an der politischen Arbeit mitwirken, ohne Mitglied zu sein. Auch unser Bildungsangebot wie die Sommerakademie oder das Mentoringprogramm, wie auch Angebote von parteinahen PartnerInnen wie der Rosa-Luxemburg-Stiftung oder dem Kommunalpolitischen Forum stehen dir selbstverständlich auch ohne Mitgliedschaft offen.
Wenn du erst mal als SympathisantIn mitmachen willst, melde dich einfach bei uns. Wir helfen natürlich auch hier gerne weiter.
Ganz wichtig: Wir duzen uns. Das ist bei uns Prinzip. Wir kämpfen für eine sozial gerechte Welt, da braucht es keine künstliche Distanz. Also, keine falsche Scheu, wenn du mal auf eineN GenossIn triffst. ;)
Was kostet eine Mitgliedschaft?
Das ist unterschiedlich: Den Mitgliedsbeitrag regelt die Beitragsordnung der Partei. Jedes Mitglied stuft sich im Rahmen der Beitragstabelle selbst ein. Grundlage dafür sind deine regelmäßig wiederkehrenden Einkünfte und Bezüge abzüglich Sozialabgaben und Steuern. Gesetzliche Unterhaltsverpflichtungen mindern die Einkünfte und Bezüge um den jeweiligen Unterhaltsbetrag. Der so festgelegte Mitgliedsbeitrag gilt als satzungsgemäß. Der Mindestbeitrag liegt dabei bei 3,00 Euro im Monat. Bezieherinnen und Bezieher von ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung und Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz zahlen 1,50 Euro. Bei Härtefällen gibt es zudem die Möglichkeit, auf Antrag vom Beitrag befreit zu werden. Darüber entscheidet der zuständige Kreisvorstand. Die Beitragstabelle findest du hier auf der Seite des Bundesverbandes.
Maßgeblich für deinen monatlichen Mitgliedsbeitrag sind deine regelmäßig wiederkehrenden Einkünfte und Bezüge abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Kurzum: Dein Nettoeinkommen abzüglich Unterhaltsverpflichtungen und zuzüglich Steuerrückerstattungen. Außerdem kannst du für eigene Kinder Beiträge nach Düsseldorfer Tabelle (siehe Beispiel) abziehen.
Du bekommst im Jahr jeden Monat 1.600 € Netto auf dein Konto überweisen. Nach deiner Steuererklärung bekommst du allerdings 1200 € zurückerstattet (das entspricht also 100 € / 12 Monate = 100 € im Monat). Dein regelmäßiges, wiederkehrendes Monatseinkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben beträgt also 1.600 € + 100 € = 1.700 €.
Allerdings hast du zwei Kinder (4 Jahre & 13 Jahre). Für diese kannst du festgelegte Unterhaltsbeträge abziehen. Wie viel das ist, hängt von deinem oben genannten Einkommen und dem Alter und der Anzahl der Kinder ab. Die genauen Beträge kannst du der Düsseldorfer Tabelle (siehe unten) entnehmen. In unserem Beispiel kannst du für das 4‑jährige Kind 348 € und für das 13-jährige Kind 467 € abziehen. Das sind zusammen 348 € + 467 € = 815 €. Dein Monatseinkommen, das mit der Beitragstabelle abgeglichen wird, beträgt somit 1.700 € – 815 € = 885 €.
Die »Düsseldorfer Tabelle« findest du hier.
Mitglieder ohne Einkommen (z. B. Schüler*innen) und auch Transferleistungsbeziehende (z. B. Bezieher*innen von Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung und Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz) zahlen einen Beitrag von 1,50 € / Monat.
Wer gar kein Einkommen hat oder aus anderen Gründen wirklich nichts zahlen kann, kann sich vom jeweiligen Kreisverband auch von der Beitragspflicht freistellen lassen. Meldet euch dazu bitte bei eurer Kreisschatzmeisterin/eurem Kreisschatzmeister.
Mitglieder mit solchen Einkünften und Bezügen, die nicht aus diversen Bescheiden oder Lohn- und Gehaltsabrechnungen abzulesen sind, z.B. mit Einkünften aus einer freiberuflichen Tätigkeit oder sonstigen Einkünften als Abgeordneter, nehmen bitte zur Ermittlung ihres Beitragsnettos den letzten Einkommensteuerbescheid, wählen dort den Gesamtbetrag der Einkünfte und ziehen ihre Vorsorgeaufwendungen, die festgesetzte Einkommensteuer und den Solidaritätszuschlag ab.
Hierbei sollten die Vorsorgeaufwendungen 35% des Gesamtbetrages der Einkünfte nicht überschreiten, da diese Höhe in ein genähertes Verhältnis von Gesamtvorsorgeaufwendungen eines Arbeitnehmers gesetzt werden kann.
Funktionszulagen oder ähnliche Einnahmen sind bei der Beitragsermittlung zu berücksichtigen.
