Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Arbeitslosigkeit im Harzkreis im Jahresvergleich um 18 Prozent gestiegen

Harzkreis. Der Harzkreis ist so stark wie kein anderer Landkreis in Sachsen-Anhalt von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Das geht aus den aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur für den Monat April hervor. Mit einem Plus von 17,7 Prozent (1.009 Personen) gegenüber dem Vorjahresmonat (April 2019) ist der Zuwachs im Harz der Höchste aller Landkreise. Aktuell sind 6.679 Personen offiziell erwerbslos gemeldet. Im Landesdurchschnitt stieg die Zahl der Erwerbslosigkeit im Jahresvergleich um 8,7 %. Im Vergleich zum März 2020 stieg im Harzkreis die Arbeitslosigkeit von 5,4% auf nun 6,2%. Auch die Zahl der gemeldeten Kurzarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (April 2019) um 935 auf jetzt 3.083 Personen an.

Für die Harzer LINKE-Landtagsabgeordnete Monika Hohmann und die LINKE-Kreisvorsitzende Evelyn Edler offenbaren die Zahlen die starke Abhängigkeit des Harzer Arbeitsmarktes vom Tourismus und dem verarbeitenden Gewerbe. "Viele befristet beschäftigte Zeit- und Leiharbeiter im verarbeitenden Gewerbe sind ebenso wie Minijobber in Handel und Gastronomie gekündigt worden. Das Instrument der Kurzarbeit greift bei diesen Personengruppen leider nicht, sie fallen sofort in die Arbeitslosigkeit."

Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Kurzarbeit machen betroffen, so Hohmann und Edler. Beide Linkspolitikerinnen erinnern an die Tatsache, dass im Harz viele tausend Menschen zu kleinen und mittleren Einkommen beschäftigt sind. Gerade sie sind bei Kurzarbeit und einem Verlust von 40 Prozent des Nettolohnes besonders hart getroffen.“

Den jüngsten Beschluss des Koalitionsausschusses von Union und SPD nennt die Harzkreis-LINKE völlig unzureichend und kritisiert: „Die geplante Erhöhung des Kurzarbeitergeldes erst ab dem vierten Monat auf 70%, (77% bei Kindern) und erst ab dem siebten Monat auf 80%, (87% bei Kindern) ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und bedeuten im Ergebnis in den ersten sechs Monaten einer Kurzarbeit viele hundert Euro Nettolohneinbußen. Für viele Beschäftigte im Niedriglohnbereich bedeutet das geradewegs den Gang zur Beantragung von Hartz IV.

Auch für Selbstständige gibt es aktuell keine existenzsichernden Lösungen. Darum bringt ihre Landtagsfraktion in der Sitzung des Landtags am 8. Mai den Antrag auf Einführung eines Grundeinkommens ein.

Hohmann erklärt: "Selbstständige, die auch nach dem 3. Mai wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wieder arbeiten können, sollen 1000 Euro im Monat vom Land bekommen, fordert DIE LINKE. Davon würden Künstler, Gastronomen, Pensionsbetreiber, Dozenten und viele weitere Berufsgruppen profitieren, die bislang nicht ausreichend im Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit standen.

Link zur Statistik der Arbeitsagentur für den Landkreis Harz:

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/Politische-Gebietsstruktur/Sachsen-Anhalt/Harz-Nav.html


Wenn Sie etwas bewegen und verändern wollen,

dann kommen Sie in DIE LINKE.
Wir brauchen viele Neue – gönnen Sie sich etwas Neues!

Mitmachen, Mitglied werden!