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DIE LINKE Harz
„Den Menschen mehr zuhören und sich um ihre Alltagssorgen kümmern“ fordert der Bundestagsabgeordnete Jan Korte, der auf Einladung des Wernigeröder LINKE-Ortsvorsitzenden Christian Härtel im Harz sein neues Buch vor interessierten Zuhörern vorstellte.

Lesung mit Jan Korte: „Den Menschen mehr zuhören und sich um ihre Alltagssorgen kümmern“

DIE LINKE Harz
DIE LINKE Harz

Harzkreis. Jan Korte, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, der im Deutschen Bundestag neben seinem Wahlkreis Anhalt auch die Harzregion vertritt, hat ein neues Buch mit dem Titel „Die Verantwortung der Linken“ geschrieben, dass er anlässlich seiner Sommertour vor interessierten Zuhörern im Harzkreis vorstellte.

Bereits im Februar veröffentlicht, musste die Lese-Tour für das 144-seitige Sachbuch aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt werden. Umso mehr freute es den Wernigeröder Ortsvorsitzenden Christian Härtel, der Korte in den Harz einlud, dass die Lesung nun als Freiluftveranstaltung vor dem Volkslichtspiele-Kino nachgeholt werden konnte. 

In Kortes neuem Buch setzt sich der Bundestagsabgeordnete selbstkritisch mit der Entwicklung der Mitte-Links-Parteien und deren gesellschaftliche Verankerung auseinander. So findet er Antworten und stellt Forderungen, die mitunter unbequem sein können. So schreibt er, dass die alltäglichen Sorgen und Nöte beispielsweise von Schichtarbeitern, Paketboten, Krankenschwestern und Kassiererinnen deutlich stärker in den Mittelpunkt gestellt werden und die Politik die Probleme der Menschen auf dem „platten Land“, in den Dörfern und Kleinstädten ernster nehmen müsse.

Sein Parteifreund und Moderator des Abends, Christian Härtel, machte Kortes Forderungen an einem konkreten Beispiel fest. „Viele Menschen sind in unserer Region täglich auf das Auto für den Weg zum Arbeitsplatz, zum Arzt und zum Einkauf angewiesen. Die zumeist von in Großstädten Lebenden erhobene Forderung, Autofahren teurer zu machen, ohne aber den Menschen reale Alternativen anbieten zu können, wird hier im ländlichen Raum zu Recht als weltfremd und als Bedrohung der persönlichen Mobilität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben angesehen.“

In seinem Buch spricht sich der Linkspolitiker zudem dafür aus, das soziale Leben zu fördern und wies auf die wichtige Funktion von Treffpunkten wie Dorf- und Nachbarschaftsläden oder die Kneipe um die Ecke hin. Auch warb er in der Diskussion für eine stärkere Würdigung von Lebensleistungen, z.B. der Kohlkumpel: „Ohne die Kohlekumpels in den ostdeutschen Braunkohlerevieren hätte es eben keine Industrialisierung und Entwicklung in der DDR gegeben. Mir ist wichtig, sie nicht zu vergessen oder sie als Klimaverbrecher hinzustellen. Es sind Menschen, die echt was hinter sich haben. Und sie zu hören, zu sehen und zu respektieren, ist wichtig für eine glaubwürdige Linke“, mahnte Korte.