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DIE LINKE Harz

Harzkreis-LINKE fordert Rückkehr zum Tarifvertrag für Real-Beschäftigte

Harzkreis. Wie die Gewerkschaft Verdi fordern auch Vertreter der LINKEN aus Bund und Kreis vom neuen Eigentümer der Supermarktkette Real – der Immobiliengesellschaft SCP - die Rückkehr zum Verdi-Flächentarifvertrag. Die Supermarktkette ist im Harzkreis mit SB-Warenhäusern in Blankenburg und Wernigerode vertreten.

Dazu erklären Bundestagsmitglied Jan Korte, Kreischefin Evelyn Edler und Wernigerodes Ortsvorsitzender Christian Härtel: „In den letzten Wochen wurden insbesondere die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels als Helden des Alltags bezeichnet. Dies gilt natürlich auch für die Beschäftigten bei Real. Sie sorgen täglich dafür, dass der „Laden“ läuft und die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt ist. Real profitiert so sehr von der Corona-Krise, dass sich im Geschäftsquartal Januar bis Ende März ein Umsatzplus von 8,7 Prozent ergab. Als Dankeschön für die außerordentlichen Leistungen gab es für die Beschäftigten lediglich zwei Warengutscheine zu je 100 Euro.

Wie schon in der Vergangenheit die Metro AG verweigert auch SCP als neuer Eigentümer die Tarifbindung an die für den Einzelhandel relevanten Verdi-Flächentarifverträge und bleibt weiter auf Dumpingkurs“, kritisieren Korte, Edler und Härtel. Real bleibe somit ein tarifloses Unternehmen. Das habe zur Folge, dass Beschäftigte für die gleiche Arbeit völlig unterschiedlich bezahlt werden.

Derweil ist die Zukunft der einzelnen Märkte nach wie vor ungewiss. Bekannt ist nur, dass von den 274 Märkten, Kaufland 88 Märkte und die Edeka 53 Märkte übernehmen möchten. 50 Märkte sollen bei SCP für einen begrenzten Zeitraum weitergeführt werden. „Die Frage, was mit den restlichen Märkten passiert ist bis heute nicht beantwortet. Unter den Beschäftigten nehmen Verunsicherung und Frust deshalb zu“, stellen die drei Linkspolitiker fest.

„Wir unterstützen daher die Forderungen der Gewerkschaft nach einer Beschäftigungssicherung, Schutz durch Verdi-Tarifverträge, Sicherung der Betriebsräte und Verhinderung von Ausgliederungen an selbstständige Kaufleute.

Vertreter der Gewerkschaften und der LINKEN haben seit zwei Jahren mehrfach mit öffentlichen Aktionen im Harzkreis auf die ungewisse Zukunft der Real-Märkte und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten hingewiesen.

 

Foto: Wie die Gewerkschaft Verdi fordern auch Vertreter der LINKEN aus Bund und Kreis, (v.l.) Kreisvorsitzende Evelyn Edler, Bundestagsabgeordneter Jan Korte und Wernigerodes Ortsvorsitzender Christian Härtel, die Rückkehr zum Verdi-Flächentarifvertrag für die Beschäftigten der Supermarktkette Real.