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Dieter Bergt

Maikundgebung 2019

Auch in diesem Jahr organisierte der DGB seine traditionelle Maikundgebung am Gästehaus Spiegelsberge in Halberstadt. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Europa – jetzt aber richtig“

Torsten Furgol, von ver.di – Sachsen – Anhalt Nord, begrüßte die Gäste, eröffnete die Veranstaltung und übergab an unseren OB Andreas Henke zum Grußwort.

In seiner Rede erläuterte er, dass der heutige Tag der Arbeit im Zeichen der EU steht. In diesem Jahr sind Europawahlen. Europa hat eine große Bedeutung für Deutschland und unsere Region. Für viele Menschen hat sich die EU nicht so entwickelt, wie sie es 1992 erhofften. Eine wichtige Errungenschaft sei ein friedliches Zusammenleben. Nicht alle stimmen mit der EU überein, einige Punkte kann man nicht akzeptieren. Es geht nicht, dass die EU immer mehr Geld für die Rüstung ausgeben will und soziale Probleme vernachlässigt. Rüstungsexporte und Auslandseinsätze müssen eingestellt werden und mehr Geld für soziale Sachen eingesetzt werden. Europafeindlichen und rechtsgerichteten Bewegungen muss man sich entgegenstellen.

Torten Furgol ging in seiner Maiansprache ebenfalls auf die EU ein. Vorher erläuterte er noch einmal die Bedeutung des 1. Mai, der seit 1886 als Tag der Arbeit begangen wird. In Chicago ging es damals um die Forderung nach einem 8-Stunden Arbeitstag, denn 12 bis 14 Stunden waren "normal".  In den USA gingen 340.000 Arbeiter an diesen Tag auf die Straße.

Er erinnerte auch an die Schrecken des II. Weltkrieges mit den vielen Opfern. Die EU hat auch dafür gesorgt, dass wir in Europa z.Z. Frieden haben. Sie hat für die Menschen in Deutschland und Europa werterhaltende Vorteile gebracht, auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm. Aber es erleben immer mehr Menschen, dass in der EU die Interessen der Märkte vor den sozialen Belangen gestellt werden.

Gegenwärtig versuchen neue rechte Parteien größeren Einfluss auf die Politik in der EU zu nehmen und nationalistische und rassistische Ideen zu verbreiten. In der Konsequenz, allein die Einführung der D-Mark würde Millionen Arbeitsplätze vernichten, würde die Durchsetzung derartiger Vorstellungen zum  Abbau  sozialer Rechte führen und das Leben existentiell bedrohen. Und:  Harz IV bedeutet Armut und muss weg.

Der DGB setzt sich für die Erhöhung des Mindestlohns und eines allgemeinverbindlichen Tariflohnes ein. Nur 3  von 5 Arbeitnehmer erhalten einen Tariflohn. Es muss mehr für die sozialen Dienstleistungen getan werden. Im Weiteren berichtete er über die Erfolge des DGB, wo sie überall eine Lohnerhöhung erreichen konnten. Diese Ziele erreicht man nur durch eine starke Gewerkschaft. Er bekräftigte das Motto „Europa – Jetzt aber richtig“, was für die Gewerkschaften  heißt, Europa sozialer zu gestalten.  Er rief auf zur Wahl zu gehen und die „Richtigen“ anzukreuzen.

Im Anschluss diskutierten die Gäste rege an den Ständen der Gewerkschaften, DIE LINKE, der SPD und dem parteiunabhängigen „Aufstehen“. Am Stand       DIE LINKE stellten sich die Kandidaten für die Kommunalwahl vor und erläuterten ihre Ziele.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Leo Cober Band, für das leibliche Wohl das Personal des Gästehauses Spiegelsberge. Die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg austoben.