
Mit Plakaten gedachten die Mitglieder der Linksfraktion, darunter auch der SĂŒdharzer LINKE-MdB Harald Koch, der zivilen Opfer des von der Bundeswehr angeordneten NATO-Luftangriffes bei Kundus.

Wahlversprechen wiederholt gebrochen. CDU MdB Heike Brehmer stimmte erneut fĂŒr den Bundeswehreinsatz.

LINKE-MdB Harald Koch
Harzkreis/Berlin. Am 26. Februar stimmte der Deutsche Bundestag mit 429 JA-Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP und Teilen der GrĂŒnen der VerlĂ€ngerung des Bundeswehreinsatzes um ein weiteres Jahr und einer Truppenaufstockung um 850 auf 5350 Soldaten zu. Es gab 111 NEIN-Stimmen und 46 Enthaltungen. Einzig DIE LINKE stimmte geschlossen mit NEIN.
Die fĂŒr den Wahlkreis Harz zustĂ€ndigen Abgeordneten stimmten wie folgt ab: Harald Koch (LINKE/Sangerhausen) mit NEIN, Heike Brehmer (CDU/Tarthun) mit JA und Undine Kurth (GrĂŒne/Quedlinburg) mit ENTHALTUNG.
Zum Ergebnis der Abstimmung erklĂ€rt der Kreisvorsitzende der Harzer LINKEN und Ilsenburger Landtagsabgeordnete, AndrĂ© LĂŒderitz:
"Die erneute Zustimmung der CDU-Abgeordneten Heike Brehmer stöĂt auf scharfe Kritik und Ablehnung der Harzer LINKEN. Heike Brehmer bricht nach unserer Meinung zum wiederholten Mal ihr im September 2009 in Zeitungsinterviews gegebenes Wahlversprechen, AuslandeinsĂ€tzen der Bundeswehr nicht zuzustimmen.
Den Einsatz in Afghanistan auszuweiten und noch mehr Soldaten in die Region zu schicken, bedeutet, den Krieg weiter zu verschÀrfen. Die Bundeswehr verteidigt in Afghanistan eine unbeliebte, korrupte und illegitime Regierung gegen wachsende Teile der afghanischen Bevölkerung.
Die Bundeswehr fĂŒhrt dadurch zwangslĂ€ufig einen Krieg gegen Zivilisten. Wir sind daher stolz auf die Aktion unserer Fraktion, den zivilen Opfern des von der Bundeswehr angeordneten Luftangriffes in Stille zu gedenken. An der Aktion nahm auch der fĂŒr den Wahlkreis Harz zustĂ€ndige SangerhĂ€user LINKE-MdB Harald Koch teil.
Nicht weitere Truppen, sondern ein Abzug der Truppen ist die Voraussetzung fĂŒr eine Waffenruhe und einen anschlieĂenden Friedensprozess. Nicht MilitĂ€rs, sondern Ingenieure, Ărztinnen und Lehrer können zu einem Aufbau des Landes beitragen", zeigt sich LĂŒderitz ĂŒberzeugt.