Harzkreis. In den vergangenen Wochen haben bereits eine Reihe Bundespolitiker die Direktkandidaten der Parteien im Wahlkreis Harz mit Wahlkampfauftritten unterstützt. Den wohl prominentesten Wahlkampfhelfer bietet allerdings die Harzer LINKE-Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin Elke Reinke auf.
Wie die Bundespolitikerin auf dem Kreisparteitag der Harzer LINKEN am 11. September in Halberstadt bekannt gab, wird der Spitzenkandidat und Bundestagsfraktionsvorsitzende Dr. Gregor Gysi am Donnerstag, 24. Sepember, zu einer Kundgebung im Wahlkreis Harz erwartet. Neben den beiden Großstädten Magdeburg und Halle ist der Wahlkreis Harz eine von nur drei Stationen Gysis in Sachsen-Anhalt.
Elke Reinke: "Ich freue mich über die persönliche Unterstützung Gregor Gysis, der mit seinem Auftritt unterstreicht, wie wichtig ihm und der gesamten Partei mein Erststimmen-Wahlkampf für einen erfolgreichen Wiedereinzug in den Bundestag ist." Die zentrale Kundgebung für den Wahlkreis mit Gysi findet am Donnerstag, 24. September, 14 Uhr, auf dem Holzmarkt in Aschersleben statt. Im Anschluss wird Gysi noch zwei weitere Auftritte in Magdeburg und Halle absolvieren.
Auf dem Kreisparteitag unterstrich Reinke vor den rund sechzig Delegierten und Gästen ihr Ziel, das Harzer Direktmandat gewinnen zu wollen. Die jüngsten Umfragen zeigten, dass sich CDU und LINKE im Osten ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, während die SPD abgeschlagen auf dem dritten Platz liegt.
Mit Blick auf die jüngste Bundestagsdebatte zur Situation in Afghanistan hielt Reinke ihren Bundestagskollegen Andreas Steppuhn (SPD) und Undine Kurth (Grüne) vor, nun vor den Trümmern ihrer Afghanistanpolitik zu stehen. Bekanntlich haben beide Abgeordneten von SPD und Grünen in den vergangenen Jahren dem Einsatz der Bundeswehr zugestimmt.
"Wir wollen mehr Chancengleichheit bei Bildung, Steuergerechtigkeit und die wirksame Bekämpfung der Kinder- und Altersarmut. Wir fordern die Rücknahme der Rentenkürzung durch die Rente ab 67, die Überwindung der Hartz-Gesetze und die Rückkehr zu einer friedlichen Außenpolitik.
Wer will, dass die Verursacher der Krise für die finanziellen Folgen in die Mitverantwortung genommen werden, der müsse am 27. September mit beiden Stimmen DIE LINKE wählen", gab sich Elke Reinke in Halberstadt kämpferisch.