Harzkreis. Ganz im Zeichen des erfolgreichen Abschneidens der LINKEN bei der Bundestagswahl stand die jüngste Mitgliederversammlung der Wernigeröder LINKEN am 20. Oktober, zu der Fraktionschef Dieter Kabelitz und Vize-Stadtparteichef Christian Härtel rund vierzig Mitglieder und Sympathisanten in der Gaststätte Grüne Gurke willkommen heißen konnten.
Der Ort war nicht ohne Grund ausgesucht, verriet Christian Härtel. In seiner Wahlauswertung hob er hervor, dass DIE LINKE im Harzblick mit 40 Prozent das beste Ergebnis aller Wernigeröder Wahlbezirke errang, dicht gefolgt von Burgbreite und Stadtfeld mit Ergebnissen zwischen 33 und 37%. In allen drei Wohngebieten wurde die Partei mit Abstand stärkste Kraft.
Erfreulich auch die hohen Zuwächse in den Villenvierteln von Hasserode und Nöschenrode. Mit Ergebnissen zwischen 20 und 25 Prozent übersprang DIE LINKE dort erstmals überall die 20%-Marke.
Auch in den dörflich geprägten Ortsteilen wie Silstedt mit 30% und Minsleben mit 29% konnten die Inhalte, mit denen die Partei warb, sichtlich überzeugen. Dennoch lasse sich an den Ergebnissen auch die soziale Spaltung unserer Stadt ablesen, gab Härtel zu bedenken.
Fraktionschef Dieter Kabelitz wandte sich im zweiten Teil der Versammlung der Kommunalpolitik zu. Mit Blick auf den derzeitigen Abriss der ehemaligen Gorki-Turnhalle kritisierte er Stadt und Landkreis. Beide hätten über viele Jahre die Turnhalle verkommen lassen, was letztlich zum Abriss führte.
Die Kinder der benachbarten Förderschule Liv-Ullmann würden hingegen seit Jahren durch die Stadt zu anderen Turnhallen gefahren. Dabei gehört zu einer Schule auch eine Turnhalle am Ort. Erst Recht, wenn es sich um Kinder mit geistiger und körperlicher Behinderung handelt.
Kabelitz forderte daher mit allem Nachdruck ein Zukunftskonzept von Stadt und Landkreis für den Bildungsstandort Rathenau-Straße ein. Dieser Standort gehört gesichert und ausgebaut. Einen weiteren Touristenparkplatz oder Villenviertel für Gutbetuchte brauchen wir nicht, so der Fraktionschef abschließend.