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1. Mai 2009 Kreisverband Harz

DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Wernigerode: Gewerkschaften und LINKE kritisieren Verantwortliche der Krise in Politik und Wirtschaft

DGB-Kreisvorsitzender Kurt Auerswald und Oberbürgermeister Peter Gaffert (v.l.) sprachen zu den Teilnehmern.

Wernigerode. An der traditionellen Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB, die in diesem Jahr unter dem Titel "Arbeit für alle bei fairem Lohn" stand, nahmen am 1. Mai auf dem Wernigeröder Marktplatz mehrere hundert Wernigeröder und Gäste der Stadt teil.

Verschiedene Parteien und Einzelgewerkschaften waren mit Infoständen und zahlreichen Abgeordneten vertreten.Nach dem Grußwort von Oberbürgermeister Peter Gaffert sprach Kurt Auerswald, DGB-Kreisvorsitzender Wernigerode, als Hauptredner zu den Kundgebungsteilnehmern.

Auerswald übte scharfe Kritik an den Verursachern der Krise, die zur Verantwortung gezogen werden müssten und machte sich zum Schutz der Arbeitnehmer für gesetzliche Mindestlöhne stark. Die von CDU und SPD beschlossene Rente erst ab 67 gehöre rückgängig gemacht, da sich millionenfache Altersarmut bedeute.

Auch die anwesenden LINKE-Abgeordneten und Stadtratskandidaten, unter ihnen Bundestagsmitglied Elke Reinke, Fraktionschef Dieter Kabelitz und Stadtchef Thomas Schönfelder, unterstützten nach Mitteilung von Pressesprecher Christian Härtel die Kritik der Gewerkschaften an den Verantwortlichen der Wirtschaftskrise.

CDU und SPD würden durch ihre langjährige neoliberale Politik der Steuergeschenke für Reiche und Konzerne die politische Mitverantwortung dafür tragen, dass hunderte Wernigeröder seit Beginn der Krise im Herbst 2008 ihren Arbeitsplatz verloren haben oder in Kurzarbeit geschickt wurden.

So wurden im Bundestag alle Anträge der LINKEN zur Begrenzung von Managergehältern, Regulierung der Finanzmärkte und Einführung von Mindestlöhnen stets abgelehnt, so Christian Härtel abschließend.