Harzkreis. Im Rahmen ihrer Sommertour durch den Wahlkreis Harz machte die Harzer Bundestagsabgeordnete Elke Reinke am 19. August Station bei Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke. Gemeinsam mit Karin Binder, der verbraucherschutzpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion, informierten sich die Abgeordneten über die aktuelle Entwicklung der Kreisstadt.
In dem Gespräch, an dem auch der Fachbereichsleiter für Ordnung, Schule, Kultur und Sport, Dr. Michael Haase und der Vorsitzende des Kulturausschusses, Jürgen Jüling, teilnahmen, gab Henke seinen Parteifreundinnen aus dem Bundestag einen Überblick über die Anstrengungen der Stadt, den Strukturwandel in Zeiten knapper Kassen und sinkender Steuereinnahmen aktiv zu gestalten.
So habe sich Halberstadt mit 13 Unternehmen und 600 Arbeitsplätzen erfolgreich zu einem Zentrum der kunststoffverarbeitenden Medizintechnik entwickelt. Diese verfügen über eine hohe Innovation und sicherten zukunftsfähige Arbeitsplätze für die junge Generation.
Auf die Gefahren der Niedrigpreispolitik der Supermarktketten wiesen Binder und Reinke mit Blick auf die in Halberstadt ansässigen Unternehmen der Lebensmittelbranche hin. Die Preispolitik der Discounter belaste die regionale Lebensmittelproduktion. Beide Politikerinnen sprachen sich für eine Stärkung dieser Branche aus, um Arbeitsplätze auch in der Landwirtschaft in der Harzregion sichern zu können.
Als Schlüsselfrage für die Zukunft und Lebensqualität in den Kommunen bezeichnete Henke die Finanzausstattung. Diese sinke weiter, da Landesbehörden aus Halberstadt und der Region abgezogen werden. Arbeitsplätze und Steuereinnahmen gehen für die Kreisstadt verloren. Binder und Reinke unterstützen die Halberstädter daher in ihrer Forderung, dass der Status der Domstadt als Mittelzentrums mit oberzentraler Teilfunktion nicht länger ausgehöhlt werden dürfe.
Zum Abschluss des Treffens führte OB Henke seine Gäste auf den Bürgermeisterbalkon, von dem aus sich ein attraktiver Blick auf Holzmarkt und Dom bot.