
Am 20. September 2008 demonstrierten in Berlin tausende gegen die VerlÀngerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr.
Harzkreis. Der Bundestag stimmte am 16. Oktober mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP und Teilen der GrĂŒnen fĂŒr eine VerlĂ€ngerung des Bundeswehreinsatzes im nun schon sieben Jahre andauernden Afghanistankrieg. Dazu gehört auch die Aufstockung um weitere tausend auf insgesamt 4500 Soldaten. Die Fraktion der LINKEN stimmte geschlossen dagegen.
Die Harzer Bundestagsabgeordneten stimmten in der namentlichen Abstimmung wie folgt ab: Elke Reinke mit Nein (LINKE/Aschersleben), Andreas Steppuhn mit Ja (Seehausen/SPD) und Undine Kurth mit Enthaltung (Quedlinburg/GrĂŒne).
Zum Ergebnis der Abstimmung erklĂ€ren die LINKE-StadtrĂ€te und Mitglieder der Harzer Linksjugend, Sebastian Koplin (Thale) und Christian HĂ€rtel (Wernigerode): Wir begrĂŒĂen das konsequente Nein von MdB Elke Reinke gegen die VerlĂ€ngerung und Ausweitung des Kriegseinsatzes der Bundeswehr. Die Zustimmung von SPD-MdB Andreas Steppuhn hingegen stöĂt auf die Kritik der Linksjugend.
Als Teil der groĂen Koalition habe Steppuhn damit gegen den Willen der Mehrheit der Deutschen, die den Einsatz nach Umfragen mit groĂer Mehrheit ablehnen, fĂŒr eine weitere Eskalation mit deutscher Beteiligung am schmutzigen Krieg am Hindukusch gestimmt.
Doch Afghanistan sei keine Ausnahme. Bereits in den vergangenen Monaten hat Steppuhn den VerlĂ€ngerungen der BundeswehreinsĂ€tze im Kosovo, Libanon und Sudan zugestimmt, erklĂ€ren die StadtrĂ€te und Linksjugend-Mitglieder Koplin und HĂ€rtel abschlieĂend.