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21. Mai 2008 Kreisverband Harz

EU-Agrarpolitik belastet Harzer Betriebe und lÀndliche Regionen

Auch der landwirtschaftlich geprÀgte Nordharz wird durch die Agrarpolitik der EuropÀischen Union in seiner Entwicklung belastet.

Harzkreis. Zu den geplanten KĂŒrzungen der Direktzahlungen der EuropĂ€ischen Union an Landwirtschaftsbetriebe erklĂ€rt Thomas Schatz (DIE LINKE), Mitglied im Kreistagswirtschaftsausschuss und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Stadtrat Wernigerode:

"Die KĂŒrzung der Direktzahlungen trifft vor allem ostdeutsche Haupterwerbsbetriebe, wie sie auch die Harzregion prĂ€gen. Sie bieten oft die letzten ArbeitsplĂ€tze und sind eine StĂŒtze des dörflichen Zusammenlebens. Sie sind vor Ort verankert, sie gilt es zu stĂ€rken. Mit den Zahlungsreduzierungen werden sie gefĂ€hrdet und drohen Opfer kapitalstarker Konzerne zu werden, die zunehmend auf den ostdeutschen Bodenmarkt drĂ€ngen. Das sorgt fĂŒr schlechte Stimmung in den Dörfern."

Der Wernigeröder Abgeordnete weiter: "Die KĂŒrzungsplĂ€ne der EU bei den Agrarsubventionen gehen an der RealitĂ€t vorbei und schaffen neue Probleme statt welche zu lösen. Das ist ein Versagen angesichts der zunehmenden Verarmung, Vergreisung und Entvölkerung der lĂ€ndlichen RĂ€ume, wie wir sie leider auch im Harzkreis beobachten mĂŒssen.

Dabei brauchen wir eine Agrarpolitik, die auch strukturpolitisch die richtigen Weichen stellt. FĂŒr eine soziale und ökologische Entwicklung lĂ€ndlicher RĂ€ume mit multifunktionalen landwirtschaftlichen Betrieben", so Thomas Schatz abschließend.