28. Februar 2008 André Lüderitz

Wiederaufnahme der Elektrotraktion auf der Rübelandbahn trotz bewilligter Fördermittel auf Ende 1. Halbjahr 2009 verschoben

Bahnhöfe Rübeland und Blankenburg haben jetzt englische Eigentümer

Die heutige Landtagssitzung hat André Lüderitz genutzt, um bei Verkehrsminister Daehre den aktuellen Stand der Elektrifizierungsarbeiten der Rübelandbahn und die Situation um die Bahnhöfe in Blankenburg und Rübeland zu erfragen.

Die Bürgerinitiative Rübelandbahn und weitere Kenner der Lage um die Rübelandbahn haben es befürchtet, was Verkehrsminister Daehre nun bestätigen musste: Die Wiederaufnahme des Elektrobetriebes wird sich bis Mitte 2009 verzögern. Obwohl die Felswerke Landesmittel und mit etwas Verzögerung im Juli 2007 auch grünes Licht für EU-Fördermittel erhielten, war man offensichtlich nicht in der Lage die von vielen gewünschte und vom Verkehrsminister unterstützte Elektrotraktion wie ursprünglich versprochen zum April 2008 wieder aufzunehmen. Sicherlich ist der Umfang der Baumassnahmen beträchtlich, so der Bau einer Stützmauer an der B 27. Doch war der Elektrobetrieb offensichtlich nicht erste Priorität für die Felswerke. Das ist bedauerlich.

Überraschendes brachte auch die Information zum Eigentümerwechsel der Bahnhöfe Blankenburg und Rübeland nach Ausschreibung durch die Bahn AG. Offensichtlich gab es auch im Fall Blankenburg kein Interesse der Stadt, so gehören beide Bahnhöfe nun englischen Eigentümern. Positiv zu vermelden ist, dass die Felswerke mit diesen bereits einen Vertrag geschlossen haben, der auch einen touristischen Zugbetrieb garantiert.

Anmerkung: Im Gegensatz dazu befinden sich z.B. die Bahnhöfe Ilsenburg und Halberstadt in kommunaler Hand. Beide Städte entschieden, ihre Bahnhöfe zu kaufen.

Darüber hinaus strebt Minister Daehre mit den neuen Eigentümern eine Vereinbarung an, die touristische Konzepte unter Einbeziehung der Bahnhöfe ermöglicht. Über diese Vereinbarungen will der Minister kurzfristig informieren. Lüderitz befürwortet dieses Ziel.