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7. August 2008 Kreisverband Harz

Harzer LINKE-Abgeordnete besuchen Mette-Berufsschule Quedlinburg

Schulamtsleiterin Frau Kaufmann und Schulleiterin Frau Koch im GesprĂ€ch mit Elke Reinke (MdB), Monika Hohmann (MdK), Barbara Knöfler und AndrĂ© LĂŒderitz (beide MdL) von der LINKEN (v.l.n.r.).

Quedlinburg. Anfang August ist es noch ruhig im GebĂ€ude Bossestrasse der Berufsbildenden Schulen J.P.C. Heinrich Mette Quedlinburg – es ist Ferienzeit. Die Leiterin Frau Koch und die Chefin des Kreisschulamtes Frau Kaufmann beraten gemeinsam mit Linkspolitikern das Konzept der Schule, an der 81 LehrkrĂ€fte in 91 Klassen knapp 2000 SchĂŒler und Lehrlinge ausbilden.

Anlaß fĂŒr den Besuch von Bundestagsmitglied Elke Reinke und der Landtagsmitglieder AndrĂ© LĂŒderitz, Barbara Knöfler und Hans-Joachim Mewes, der fĂŒr Berufsausbildung in der Linksfraktion zustĂ€ndig ist, ist in erster Linie die vom Land beschlossene Schulbaurichtlinie 2007 bis 2013 und die sich daraus ableitende PrioritĂ€tenliste, die der Kreistag zu beschließen hat. Diese PrioritĂ€tenliste sowie die Bestandssicherheit und das pĂ€dagogische Konzept sind die wesentlichen Auswahlkriterien dafĂŒr, ob eine Schule mit europĂ€ischen Mitteln gefördert wird. Hinzu kommen dann Eigenmittel des Landkreises zur Kofinanzierung.

Der Diskussion vorgelagert ist ein Besuch des SchulgebĂ€udes in der Lindenstrasse. Hier wurde deutlich, dass die Umsetzung des anspruchsvollen Schulkonzeptes nur verbunden mit der Rekonstruktion des Baus möglich sein wird. Gut ausgebildete FachkrĂ€fte fĂŒr die Unternehmen der Region benötigen natĂŒrlich die entsprechenden Rahmenbedingungen. Hohe Anerkennung fanden die Politiker dafĂŒr, dass die LehrkrĂ€fte und die Auszubildenden unter den gegebenen Bedingungen eine erfolgreiche Arbeit leisten. Nicht ohne Stolz informierte Frau Koch, dass die Schule bei der Ausbildung von Verfahrenstechnikern in der Kunststofftechnik den Bundessieger stellen konnte und die in dieser Branche sieggewohnten Bayern das Nachsehen hatten.

Frau Kaufmann berichtete darĂŒber, dass es nicht erst seit der Kreisfusion eine Zusammenarbeit der 3 Harzer Berufsschulen gibt. Das schließt jedoch, so H.-J. Mewes eine gesunde Konkurrenzsituation zwischen den Schulen nicht aus. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Metteschule die wahrscheinlich einzige Berufsschule in Sachsen-Anhalt ist, die nach 1990 noch nicht saniert wurde.

Der Besuch erbrachte fĂŒr die Abgeordneten wichtige Informationen fĂŒr die Entscheidungen in der Berufsbildungspolitik. Nicht minder wichtig sind die Erfahrungen der SchĂŒler und Lehrer, die auf dem Weg zu einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gesammelt wurden. Diesem Anspruch weiter gerecht zu werden, ist festes Ziel der Metteschule.

Am Rande kam auch eine kuriose Folge des Nichtraucherschutzgesetzes zur Sprache. WĂ€hrend bisher in einer genehmigten „Raucherecke“ auf dem Schulhof geraucht werden konnte, mĂŒssen sich die SchĂŒler, die rauchen wollen, jetzt auf öffentlichen Bereichen außerhalb des SchulgelĂ€ndes aufhalten. Die Folge ist Rechtsunsicherheit fĂŒr alle Beteiligten und ein vom Gesetz neu geschaffenes, ungelöstes Problem.