12. Juni 2007 Ringo Klingenberg

Junge LINKE verurteilt Nazi-Überfall auf Theaterensemble

Nordharzer Städtebund Theater Halberstadt

Harzregion. Die Junge Linke Harz verurteilt den Überfall von Nazis auf die Mitglieder des Nordharzer Städtebundtheaters am 9. Juni in Halberstadt auf das Schärfste. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt den verletzten Ensemblemitgliedern, erklärt die Jugendorganisation der Harzer Linkspartei.

Wiederholt hat die gewalttätige Harzer Nazi-Szene die Stadt Halberstadt und die ganze Harzregion bundesweit in die Negativschlagzeilen gebracht. Neben der strafrechtlichen Verfolgung der rechten Täter fordern wir die lückenlose Aufklärung des mangelhaften Polizeieinsatzes.

Dieser jüngste Vorfall sollte auch dem letzten Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Kultur, Vereinen und im Sport die Augen öffnen, dass der Harzkreis ein massives braunes Problem hat, welches die Lebensqualität eines jeden Bürgers, die innere Sicherheit und nicht zuletzt die wirtschaftliche Entwicklung der Region gefährdet. Es muss endlich Schluss sein mit der Verharmlosung der rechten Szene, wie dies leider bis heute in einigen Amtsstuben der Dörfer und Städte der Region geschieht.

Wir begrüßen daher die Aussagen der Fraktionsvorsitzenden der demokratischen Kreistagsfraktionen, sich im neuen Harzkreistag deutlich von den zwei Nazis mit NPD-Kreistagsmandat abzugrenzen, die für Naziaufmärsche und Einschüchterungsversuche gegenüber engagierten Bürgern verantwortlich sind.

Der Nazi-Überfall bestärkt uns in unseren Forderungen nach einer Stärkung der Bürger-Bündnisse gegen Rechts und der finanziellen Förderung im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit, in dem es keine Kürzungen geben darf, so die Junge Linke abschließend.