28. April 2018

Harzkreis-LINKE teilt Elternkritik an Busfahrplan

Die kommunalen Abgeordneten der LINKEN aus dem Kreistag und den Ortschafts- und Stadträten im Harzkreis diskutierten mit Finanzpolitiker MdL Swen Knöchel, Kreischefin Evelyn Edler und Sozial- und Bildungspolitikerin MdL Monika Hohmann u.a. über den umstrittenen neuen Busfahrplan, die mangelnde Unterrichtsversorgung und die unzureichende Finanzausstattung der Kommunen.

Harzkreis. Die kommunalen Abgeordneten der Linkspartei aus dem Kreistag und den Ortschafts- und Stadträten im Harzkreis teilen die Elternkritik am neuen Busfahrplan. Wie die Kreisvorsitzende Evelyn Edler im Anschluss einer kreisweiten Mandatsträgerkonferenz der Partei in Thale mitteilt, kritisieren die Kommunalpolitiker die Verschlechterungen in der Erreichbarkeit der Schulen sowie längere Fahrt- und Umstiegszeiten für Schülerinnen und Schüler.

»Die Stimmung ist in mehreren von der Fahrplanumstellung negativ betroffenen Gemeinden mehr als explosiv«, fasst Edler die Debatte zusammen. Dass es trotz mehrmonatiger Verschiebung der Fahrplanumstellung nicht gelungen sei, die Systemumstellung von Schulbusverkehr auf Linienverkehr zur Zufriedenheit der Betroffenen zu organisieren, sei für die Harzer Linkspartei nicht hinnehmbar. »Wir dringen daher auf zügige Abstimmungen zwischen Verwaltung, Planern, Schulen und Elternvertretern, um die derzeitige Situation zu entschärfen. Bis zum Start des neuen Schuljahres dürfe nicht gewartet werden«, so Edler.    

Ein weiteres viel diskutiertes Thema ist die Unterrichtsversorgung in der Region. Landtagsmitglied Monika Hohmann berichtete aus der Landtagsarbeit und stellt fest, dass sich der Lehrermangel und der Unterrichtsausfall an den Schulen im Harzkreis auch in diesem Jahr weiter verschärfen werden. »Die Schere zwischen Lehrkräften, die neu eingestellt würden und jenen die in Pension gehen, geht immer weiter auseinander.« Hohmann mahnte, dass Land müsse die Anstrengungen zur Gewinnung von Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitern deutlich steigern.

Für eine stärkere Berücksichtigung großflächiger Kommunen mit geringer Einwohnerdichte macht sie die LINKE ebenfalls stark. So fordert Landtags-Finanzpolitiker Swen Knöchel, die Finanzzuweisungen des Landes nicht wie bisher nach der Einwohnerzahl, sondern stärker nach Fläche und Einwohnerdichte zu verteilen. »Die Unterschiedlichkeit von Dörfern und Großstädten muss bei der Finanzierung der Öffentlichen Daseinsvorsorge berücksichtigt werden.« Gerade Städte wie der Oberharz, Osterwieck und Harzgerode verfügen über ein großes Gemeindegebiet und eine entsprechend aufwendig zu unterhaltende Infrastruktur wie Straßen, Brücken und Leitungsnetzen.