1. Mai 2018

Maikundgebung in Wernigerode mit Forderung nach höheren Löhnen

An der traditionellen Maikundgebung auf dem Marktplatz Wernigerode beteiligte sich auch die Wernigeröder LINKE mit Genossen und kommunalen Abgeordneten: (von links) Melanie Schönfelder, Thomas Schönfelder, Rüdiger Waller, Inge Lande, Evelyn Edler, Norbert Tholen, Evelyn Eilert, Gabriele Nehrkorn, Ruth Fiedler und Christian Härtel.

Wernigerode. Am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, folgten mehrere hundert Einwohner und Gäste der Stadt der Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB zur traditionellen Maikundgebung und Familienfest auf den Marktplatz Wernigerode. An zahlreichen Infoständen präsentierten sich die Gewerkschaften DGB, ver.di, IG Metall und GEW sowie die Parteien DIE LINKE, SPD und CDU den Bürgerinnen und Bürgern, informierten über ihre Arbeit und luden zu persönlichen Gesprächen ein.

 

Nach der Eröffnung durch den stellvertretenden DGB-Kreisvorsitzenden Reiner Papendick (Gewerkschaft der Polizei) und einem Grußwort des Dezernenten Volker Friedrich als Stellvertreter des Oberbürgermeisters, kritisierte Hauptrednerin Susanne Wiedemeyer, stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende, die hohe Zahl prekär Beschäftigter, die zu Niedriglöhnen arbeiten und als Rentner Altersarmut zu erwarten hätten. Zudem forderte sie die längst überfällige Westangleichung der Einkommen, Renten und Sozialleistungen.

 

Auch die Linkspartei aus Stadt und Kreis war mit zahlreichen Abgeordneten aus Kreistag und Stadtrat auf der Maikundgebung vertreten. So warben die LINKEN nach Mitteilung von Kreischefin Evelyn Edler und Ortsvereinschef Christian Härtel für eine Erhöhung des Mindestlohnes auf 12 Euro, eine vor Altersarmut schützende Mindestrente von 1.050 Euro und die Ausweitung von allgemeinverbindlichen Tarifverträgen für alle Beschäftigte einer Branche. Edler und Härtel weiter: „Wir kämpfen für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern und fordern eine Ende der Dauerbefristungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Managergehälter und Dividenden wachsen ungezügelt, während kleine und mittlere Einkommen in den vergangenen zwei Jahrzehnten vielfach stagnieren und sogar sinken.“

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