19. Januar 2018

Hasseröder bekommt neuen Eigentümer - LINKE hofft auf neue Entwicklungsperspektiven für Brauerei

Die monatelange Hängepartie hat ein Ende. Die Hasseröder Brauerei in Wernigerode bekommt einen neuen Eigentümer. DIE LINKE hofft auf neue Investitionen und die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze am Brauereistandort Wernigerode.

Harzkreis. Die monatelange Hängepartie hat vorerst ein Ende. Der Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev verkauft die Marken Hasseröder und Diebels an den im hessischen Kronberg ansässigen Finanzinvestor CK Corporate Finance. Der Verkauf der beiden Biermarken soll bis zur Jahresmitte vollzogen werden. Auch die Kommunalpolitik im Harz und in Wernigerode hat die Entscheidung mit Spannung erwartet.

 

Dazu erklären die Harzer LINKE-Kreisvorsitzende Evelyn Edler und Wernigerodes LINKE-Ortsvorsitzender Christian Härtel: „Mit dem Verkauf der Hasseröder Brauerei verbinden wir die Hoffnung auf eine Stärkung des Standortes, neue Investitionen und die langfristige Sicherung der aktuell 260 Arbeitsplätze.“ So plane der Käufer aus Hessen nach Medieninformationen umfangreiche Investitionen, setze auf Wachstum und eine stärkere öffentliche Präsenz der Traditionsmarke.

 

„Die Ankündigung des Käufers, wonach alle Arbeitsplätze und die Tarifverträge erhalten bleiben sollen, sind ein wichtiges Signal an alle Mitarbeiter die mit der stiefmütterlichen Behandlung des Wernigeröder Standortes durch den Konzern Anheuser-Busch InBev mehr als unzufrieden waren“, betonen Edler und Härtel.

 

Nach Ansicht der Harzer Linkspolitiker ergeben sich nun neue Entwicklungsperspektiven, die Marke Hasseröder wieder zu alter Stärke zu führen und die regionale Verankerung zu vertiefen. Neben dem zuletzt sinkenden Absatz hatte der bisherige Eigentümer-Konzern die Werbung und das Sportsponsoring spürbar zurückgefahren. In Ostdeutschland ist Hasseröder Marktführer und gehört zu den bundesweit zehn absatzstärksten Biermarken.

 

Zum Hintergrund: Anheuser-Busch InBev begründet den Verkauf mit strukturellen Veränderungen im Netzwerk der Brauereien. So wolle sich der Konzern auf dem deutschen Markt auf die Weiterentwicklung der Marken "Beck's", "Franziskaner" und "Corona" fokussieren.