13. Juli 2018

Bundesweiter Aktionstag für Erhalt von Tarifverträgen: Unterstützung für Real-Beschäftigte auch im Harzkreis

Auch im Harzkreis erhalten die Beschäftigten der Supermarktkette „Real“ Unterstützung. In Wernigerode erklärten sich (von links) Wilfried Pöhlert, Thomas Schönfelder, Rüdiger Waller, Inge Lande, Monika Hohmann (MdL), Henning Schlömp, Evelyn Eilert, Norbert Tholen sowie weitere Vertreter und Abgeordnete der LINKEN aus Stadtrat, Kreistag und Landtag solidarisch mit den von Tarifflucht und Lohnkürzungen betroffenen Beschäftigten.

 

Harzkreis. Die Gewerkschaft Verdi, Betriebsräte und Beschäftigte kämpfen für bessere Löhne bei der Supermarktkette Real. Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages „Schwarzer Freitag, der 13. – Der Horror ist real!“ wurden die 34.000 Mitarbeiter des Unternehmens zum Streik und Protestaktionen aufgerufen.

 

Die Metro-Konzerntochter Real, die bundesweit 280 Märkte hat, ist im Harzkreis mit SB-Warenhäusern in Wernigerode und Blankenburg vertreten.

Aus diesem Grunde unterstützten das Büro des Bundestagsabgeordneten Jan Korte, die Landtagsabgeordnete Monika Hohmann und weitere Vertreter der LINKEN aus Kreistag und Stadtrat den Aktionstag am 13. Juli mit einer gemeinsamen Aktion auf dem Wernigeröder Nicolaiplatz. Mit dabei waren auch Betriebsrätinnen und Beschäftigte der Real-Märkte aus Goslar und Wernigerode. Zeitgleich beteiligten sich Blankenburger Real-Beschäftigte an einer Kundgebung in Magdeburg.

 

Die Pläne des Metro-Konzerns seien ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, denen nun nicht nur bei Neueinstellungen bis zu 25 Prozent Einkommensverlust drohen. Denn auch die 4.500 auslaufenden befristeten Verträge seien betroffen sowie alle Beschäftigten, die versetzt, befördert oder denen andere Aufgaben übertragen werden und dabei einen neuen Vertrag unterzeichnen, verdienen künftig weniger als nach dem alten Tarifvertrag vorgesehen. „Wir wollen keine Dumpinglöhne und sagen Nein zur Tarifflucht, wir fördern Löhne, von denen die Beschäftigten im Einzelhandel – viele von ihnen Frauen - leben können“, forderten die Teilnehmer auf dem Nicolaiplatz einhellig.