19. Juli 2018

Pflege, Ärztemangel und Harzbad-Zukunft im Mittelpunkt der Bürgergespräche

Die Sommertour der Harzkreis-LINKEN machte dieser Tage auch auf dem Wochenmarkt in Benneckenstein Station. Mit dabei: (von links) Landtagsabgeordnete Monika Hohmann, Oberharz-Stadträtin Christel Liebetruth, Kreistagsmitglied Norbert Tholen, Wernigerodes Stadtrat Thomas Schönfelder und Wahlkreismitarbeiter Christian Härtel aus dem Büro des Bundestagsabgeordneten Jan Korte.

 

Sommertour der Harzkreis-LINKEN macht Station in Benneckenstein:

 

Oberharz/Benneckenstein. Ob Pflegenotstand, Ärztemangel oder die Zukunft des Harzbades, in Benneckenstein nutzten zahlreiche Einwohner die jüngste Bürgersprechstunde mehrerer LINKE-Abgeordneter aus der Region, um Anliegen kundzutun und Themen zur Sprache zu bringen, die vielen Oberharzern unter den Nägeln brennen. Auf offene Ohren trafen die Anliegen bei Landtagsmitglied Monika Hohmann, Oberharz-Stadträtin Christel Liebetruth, Kreistagsmitglied Norbert Tholen, Wernigerodes Stadtrat Thomas Schönfelder und Wahlkreismitarbeiter Christian Härtel aus dem Büro des Bundestagsabgeordneten Jan Korte, die anlässlich der LINKEN-Sommertour kürzlich zum Bürgergespräch auf den Max-Schmeling-Platz einluden.

 

Im Mittelpunkt der Gespräche stand dabei die bundesweite LINKE-Pflegekampagne „Menschen vor Profite. Pflegenotstand stoppen!“ So werden laut einer Studie im Jahr 2030 im Harzkreis 7.420 Pflegefälle prognostiziert, ein Zuwachs um 19 Prozent im Vergleich zu 2013. Mit Blick auf das Lebensalter vieler Allgemeinmediziner und Fachärzte in der Region sehen viele Benneckensteiner auch die künftige Ärzteversorgung mit Sorge.

 

Für Landtagsmitglied Hohmann zeige der anhaltende öffentliche Druck bereits erste Wirkung: „Der Entwurf von Gesundheitsminister Spahn für ein „Pflegepersonal-Stärkungsgesetz“ ist ein erster kleiner Schritt, doch noch lange nicht genug. DIE LINKE fordert deutlich mehr. Statt nur 13.000 neuer Stellen in der Altenpflege brauchen wir mindestens 40.000!“, betont Hohmann und erklärt weiter: „Wir brauchen zudem eine Deckelung der Eigenanteile für die Betroffenen in Pflegeheimen. Bisher werden alle zusätzlichen Kosten direkt auf die Bewohner umgelegt. Unser Ziel ist eine Pflegevollversicherung, nur so könne Pflege für Betroffene und Angehörige bezahlbar bleiben und die dringend notwendige Erhöhung der Löhne in der Altenpflege realisiert werden“, zeigt sich Hohmann überzeugt.

 

Auch mit Blick auf die Zukunft des geschlossenen Harzbades unterstützt die LINKE die Forderung der Oberharzer nach einem finanziell tragfähigen Konzept, welches die langfristige Wiedereröffnung des Bades nach Sanierung oder Neubau, womöglich als Bestandteil einer Ferienhaussiedlung, zum Ziel hat. Hohmann, die dem Landtags-Petitionsausschuss angehört, der sich seit geraumer Zeit mit einer Petition zum Harzbad befasst, stärkte den Benneckensteinern den Rücken, in ihrem Engagement für die touristische Weiterentwicklung ihrer Region nicht nachzulassen und gegenüber der Landespolitik weiterhin hartnäckig zu bleiben.