8. Februar 2018

Harzer LINKE mit scharfer Kritik an Gorr-Aussage in Benneckenstein: „CDU trägt politische Mitschuld am dramatischen Lehrermangel“

Benneckenstein. Auf scharfe Kritik der Linkspartei aus Kreis und Land trifft der Auftritt der CDU-Landtagsabgeordneten Angela Gorr vor Eltern der Benneckensteiner Grundschule. „Als an Dreistigkeit nicht zu überbieten“, kritisieren die Harzer LINKE-Kreisvorsitzende Evelyn Edler und die LINKE-Landtagsabgeordnete Monika Hohmann Gorrs Versuch, die Schuld am Lehrermangel dem Landesschulamt in die Schuhe zu schieben.

 

"Die katastrophalen Folgen der langjährigen Politik des knallharten Personalabbaus der CDU/SPD-Landesregierung in allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes zwischen 2006 und 2016 erreichten bereits im vergangenen März mit dem mehrtägigen Totalausfall einer geregelten Unterrichtsversorgung an der Francke-Grundschule in Wernigerode unseren Harzkreis und sind ebenfalls hauptsächlich als Ursache für den Personalmangel an den Schulen auch im Oberharz zu nennen.“

 

„Frau Gorr gehört dem Landtag seit 2006 an, hat für den Personalabbau in all diesen Jahren stets den Arm gehoben und trägt aus unserer Sicht mitsamt der CDU die politische Mitschuld für den dramatischen Personalmangel an unseren Schulen“, betonen Edler und Hohmann und erklären weiter, dass die Linkspartei es der CDU nicht durchgehen lasse, wenn diese die Verantwortung für die Folgen der Regierungspolitik anderen, wie in diesem konkreten Fall dem Landesschulamt in die Schuhe schieben wolle.

 

Vom in Aussicht gestellten Besuch des CDU-Bildungsministers Tullner in Benneckenstein sei wenig Konkretes zu erwarten, so die Linkspolitikerinnen. „Bereits bei Tullners Besuch im Mai vergangenen Jahres in Wernigerode hatte der Bildungsminister außer warmen Worten und Schönreden der Situation nichts zu bieten“, werten Edler und Hohmann kritisch. Auf die Tatsache, dass in den nächsten Jahren bis 2023 und noch darüber hinaus nicht einmal halb so viele Lehrkräfte bei uns im Land ausgebildet werden wie dringend gebraucht würden und sich das Defizit bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts auf mehr als 2.000 Lehrkräfte summiert, habe die CDU-geführte Landesregierung bis heute keine zufriedenstellende Antwort gefunden, so Edler und Hohmann für die Harzer LINKE abschließend.