31. August 2018

Weltfriedenstag 2018

Aus Anlass des Weltfriedenstages am 01. September fand am Freitag eine Friedensaktion in Halberstadt statt. Der DGB / IG-Metall; DIE LINKE; die SPD; der Unabhängige Frauenverband und der Deutsche Kinderschutzbund bauten ihre Stände zwischen dem Fischmarkt und dem Breiten Weg auf.

Hans-Jürgen Scholz, AG-Senioren DIE LINKE und langjähriger Organisator, Reiner Straubing, Regionalgeschäftsführer des DGB und Evelyn Edler, Kreisvorsitzende DIE LINKE Harz, ergriffen das Wort und erläuterten die Bedeutung des Weltfriedenstages und die Notwendigkeit des Kampfes um Frieden in der heutigen Zeit.

Vor 79 Jahren, am 01.September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf unser Nachbarland Polen der zweite Weltkrieg, er kostete mehr als 60 Millionen Menschen. Gegenwärtig werden weltweit über 30 Kriege geführt. Zur heutigen Zeit beteiligt sich Deutschland an militärischen Einsätzen wie z.B. in Afghanistan, dem Kosovo, in Mali, dem Mittelmeer und vielen anderen Orten. Die NATO zieht ihre Truppen, entgegen der Zusage zu Russland, immer näher an dessen Grenzen.

Der Militärhaushalt steigt ins unermessliche. In Deutschland sollen die Rüstungsausgaben um bis zu 60 Milliarden Euro steigen. Bei den geforderten zwei Prozent Bruttoinlandsprodukt für Rüstung würde allein Deutschland den Verteidigungsetat Russlands deutlich übertreffen.

Am Stand des DGB lag eine Unterschriftenliste aus, in der man gegen die 2% BIP protestieren konnte. Die eingesetzten Gelder für die Rüstung werden viel dringender im sozialen Bereich benötigt, so z.B. für die Bildung, in Schulen, für Lehrerinnen und Lehrer; eine gerechtere Rente; die Infrastruktur aber auch in die Sicherheit, zur Ausbildung der Polizei.

Die Gefahr eines III. Weltkrieges war nie so groß wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Deshalb muss alles getan werden, um den Frieden zu erhalten. So müssen wir uns für die Abrüstung einsetzen. Der Export von Waffen und Rüstungsgütern sollte verboten werden, vor allem in Krisengebiete; den Frieden durch Europäische Entspannungspolitik stärken. Es muss die solidarische Zusammenarbeit verstärkt werden.

Den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“ haben bereits über 85.000 Menschen unterzeichnet. Die Mahnung nach dem II. Weltkrieg „Nie wieder Krieg“ ist weiterhin aktuell. In Deutschland sind immer noch Atomwaffen stationiert. Die Bundesrepublik stimmt nicht in den Atomwaffensperrvertrag ein. Es kommt zum Erstarken des Nationalsozialismus – europaweit.

Im Anschluss an die Reden konnten die Kinder des Kindergartens „Regenbogen“ die Tauben des Brieftaubenvereins „Heimatstolz“ aus Harsleben als Zeichen des Friedens aufsteigen lassen. Die Kinder der „Rappelkiste“ schauten begeistert zu. Die Stände der Teilnehmer der Aktion wurden anschließend rege besucht. Es kam zu vielen interessanten Gesprächen und Diskussionen, auch über aktuelle Themen.

Im nächsten Jahr wird zum Weltfriedenstag wieder eine Aktion organisiert, es ist zu hoffen, dass sich zum 90. Jahrestag mehr Aktive beteiligen und der Fischmarkt genutzt werden kann.

Allen Beteiligten der Veranstaltung einen Dank.